Natürliche oder künsltiche Lebensmittelfarben

Lebensmittelfarbe ist nicht gleich Lebensmittelfarbe. Lebensmittelfarben lassen sich in verschiedene Kategorien einteilen: künstliche Farbstoffe und natürliche Farbstoffe, je nachdem, welche Inhaltsstoffe bzw. Rohstoffe verwendet wurden. Färbende Lebensmittel bilden noch einmal eine eigene Kategorie und gelten nicht als Zusatzstoff.

Es ist also manchmal gar nicht so einfach, bei den unterschiedlichen Farbstoffen den Überblick zu behalten bzw. zu erkennen, was wirklich natürlich, im Sinne von „frei von Zusatzstoffen, Lösungsmitteln“ etc. ist. Wir erklären es dir hier:

Künstliche Lebensmittelfarben sind komplett synthetisch hergestellt. Ihr Ursprung ist nie natürlich. In die Kategorie der künstlichen und synthetisch hergestellten Lebensmittelfarben gehören auch die sogenannten Azofarbstoffe. Diese stehen im Verdacht, eine gesundheitsschädigende Wirkung zu besitzen. Sofern ein Azofarbstoff in einem Lebensmittel enthalten ist, muss dieses auf der Verpackung mit dem gesonderten Warnhinweis: „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“ versehen werden.

Ein Lebensmittelfarbstoff darf als „natürlich“ bezeichnet werden, wenn dessen Ursprung in der Natur liegt (Pflanzen, Früchte, tierische Produkte). Natürliche Lebensmittelfarben sind nicht zu verwechseln mit färbenden Lebensmitteln! Es können, trotz der Bezeichnung „natürlich“, Zusatzstoffe wie Lösungsmittel, Emulgatoren, Aluminium oder Kupfer enthalten sein. Auch sind nicht alle natürlichen Lebensmittelfarben vegan, da ggfs. tierische Produkte (z.B. Läuse) als Rohstoffe verwendet werden.

Als wirklich natürliche Alternative gibt es neben den herkömmlichen Lebensmittelfarben noch die Produktgruppe der färbenden Lebensmittel. Färbende Lebensmittel bestehen zu 100% aus farbintensivem Obst, Gemüse und essbaren Pflanzen. Sie sind komplett frei von Farbstoffen und Konservierungsstoffen. Lebensmittel und Getränke können mit färbenden Lebensmitteln ohne den Einsatz von künstlichen oder natürlichen Lebensmittelfarben bunt eingefärbt werden, denn die natürlichen Farbstoffe bringen ebenso intensive Farben mit, wodurch tolle Farbeffekte in den Anwendungen, wie z.B. dem Einfärben von Schokolade, Zuckerguss, Buttercreme und vielem mehr, erzielt werden können.

Nicht verarbeitet, haben färbende Lebensmittel sowohl Geruch als auch Geschmack. Beides verliert sich allerdings bei der Verarbeitung mit Lebensmitteln. Man schmeckt die färbenden Lebensmittel bei empfohlener Dosierung nicht heraus.

Ob ein Lebensmittel mit Lebensmittelfarben oder färbenden Lebensmitten gefärbt wurde, erkennt man an der Zutatenliste. Färbende Lebensmittel müssen im Gegensatz zu Lebensmittelfarben nicht als Farbstoff, durch eine E-Nummer (z.B. E124) oder einen fest definierten Eigennamen (z.B. Cochenillerot A) deklariert werden. Sie werden als Konzentrate, bspw. Karotte und Rote Beete in der Zutatenliste aufgeführt.