V

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Vegetarismus

Der Vegetarismus umfasst mehrere Ernährungsweisen, die fast alle den (teilweisen) Verzicht von Lebensmitteln tierischen Ursprungs zum Inhalt haben. Strikte Vegetarier lehnen nicht nur Fleisch und Milchprodukte ab, sondern essen zum Beispiel auch keinen Honig. Veganer meiden jede Art tierischer Produkte.

  • Lacto-Ovo Vegetarier: meiden Fleisch und Fisch, essen aber Milchprodukte und Eier
  • Lacto-Vegetarier: meiden Fleisch, Fisch und Eier, essen aber Milchprodukte
  • Pesco-Vegetarier: Meiden Fleisch, essen aber Fisch und/oder Meeresfrüchte, Milchprodukte und Eier
  • Semi-Vegetarier: Essen kleine Mengen tierischer Produkte
  • Pflanzliche Ernährung: mindestens 50 % der Proteine stammen aus pflanzlichen Lebensmitteln

In ethischer Hinsicht sind es vor allem die Ablehnung des Tötens von Tieren und die Beschäftigung mit dem Verhältnis von Mensch und Tier, die bei der Entscheidung für eine vegetarische Ernährung eine Rolle spielen. Oftmals führen Schlüsselerlebnisse zu einer vegetarischen Ernährung.

Quelle: Elmadfa, Leitzmann, Ernährung des Menschen, 3. Auflage, UTB Verlag, 1998, S.573 ff.

Vitamin A

Vitamin A wird auch als Retinol bezeichnet. Es handelt sich um ein fettlösliches Vitamin, das für den Sehvorgang, das Wachstum, die Funktion des Immunsystems, die Fortpflanzung und die Schleimhäute von Bedeutung ist.
Das Vorliegen eines Mangels an diesem Vitamin äußert sich durch Nachtblindheit sowie trockene und schuppige Haut und Schleimhäute. Eine starke Unterversorgung kann zur Erblindung führen. Eine Überversorgung hingegen kann die Entstehung von Krebs beschleunigen und die Leber schädigen.
Die Leber ist der Hauptspeicher von Vitamin A, weshalb man früher häufig Lebertran aß. Neben dem Konsum von Leber kann die Versorgung auch durch pflanzliche Produkte gedeckt werden, bspw. über das sogenannte Provitamin A oder Beta Carotin, das in allen gelben, orangenen und roten Obst- und Gemüsesorten enthalten ist.

Vitamin B1

Vitamin B1 wird auch als Thiamin bezeichnet und ist ein wasserlösliches Vitamin, das für den Stoffwechsel der Kohlenhydrate sehr wichtig ist.
Menschen, denen Vitamin B1 fehlt, verlieren ihren Appetit und nehmen ungewollt ab. Sie leiden unter Muskelschwäche und Herzbeschwerden und werden psychisch labil.
Ein leichter Mangel an Vitamin B1 hingegen stellt sich hingegen relativ schnell ein, weil Vitamin B1 in den meisten Lebensmitteln nur in geringen Mengen vorkommt. Um dem vorzubeugen, sollte reichlich Vollgetreide gegessen werden. Auch Innereien, mageres Schweinefleisch und Hefe sind gute Quellen.

Vitamine

Vitamine stellen organische Verbindungen dar. Sie dienen dem Organismus zur Aufrechterhaltung wichtiger Funktionen, können jedoch meist nicht vom Körper selbst hergestellt werden. Somit müssen Vitamine in aller Regel durch die Nahrung aufgenommen werden. Eine Ausnahme bildet dabei beispielsweise Vitamin D, welches bei ausreichender Exposition von Sonnenlicht selbst produziert werden kann.
Andere Vitamine werden ausgehend von Provitaminen aus der Nahrung durch den Körper erst in ihre Vitamin-Funktion umgewandelt (bspw. Provitamin A). Vitaminen kommen dabei die verschiedensten Aufgaben zu. Sie stärken das Immunsystem, Knochen und Zähne und helfen außerdem beim Aufbau von Zellen und Blutkörperchen.
Der durchschnittliche Konsument in Deutschland ist heutzutage mit nahezu allen Vitaminen ausreichend durch seine Nahrung versorgt. Eine Supplementation durch Vitaminpräparate ist daher in aller Regel unnötig. Ausnahme bilden Vitamin D, das insbesondere bei Säuglingen häufig supplementiert wird sowie Folsäure, die vor allem für Schwangere essentiell ist.