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Pektin

Pektin ist ein pflanzlicher Zellwandbestandteil, der ernährungsphysiologisch zu den Ballaststoffen zählt. Pektin kommt in nahezu allen Landpflanzen vor. Äpfel und Zitrusfrüchte weisen dabei besonders hohe Konzentrationen dieses Stoffs auf.
Pektine werden häufig Lebensmitteln zugeführt, da sie in der Lage sind, Wasser zu binden. Beispiele hierfür sind Konfitüren oder Milcherzeugnissen. Hier wirkt das Pektin als Dickungsmittel. Je mehr Pektin eine Obstsorte besitzt desto weniger Gelierzucker muss beispielsweise zugesetzt werden, um eine gute Marmeladen-Konsistenz zu erhalten.

Quelle: http://www.ernaehrung.de/lexikon/ernaehrung/

Pestizide

Pestizide sind bioaktive Substanzen, die schädliche Lebewesen auf Pflanzen töten oder deren Vermehrung hemmen sollen. Der Begriff wird daher häufig mit Pflanzenschutzmitteln gleichgesetzt. In der öffentlichen Diskussion wird insbesondere im Zusammenhang mit Pestizidrückständen auf pflanzlichen Lebensmitteln und deren möglicherweise gesundheitsschädigender Wirkung für den Menschen gesprochen. Alle Wirkstoffe, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden bedürfen einer Genehmigung. Für sie sind Richtwerte definiert und in verschiedenen Gesetzestexten festgelegt.

Phenolsäuren

Phenolsäuren sind einer Untergruppe der Polyphenole und zählen damit zu den sekundären Pflanzenstoffen. Sie werden von den Pflanzen als Abwehrstoffe gegen Fraßfeinde gebildet und kommen verstärkt in den Randschichten der Pflanzen vor. Sie tragen zur Stabilität der Zellmembran bei und liegen in hoher Konzentration in Kaffee vor. Aber auch Weißwein, Nüsse und Vollkornprodukte enthalten Phenolsäuren. Ihre Bioverfügbarkeit ist in starkem Maße davon abhängig, ob sie frei oder als Ester gebunden vorkommen. Bei letzteren wird eine erheblich verminderte Bioverfügbarkeit vermutet. Phenolsäuren sollen das Risiko für ausgewählte Krebserkrankungen senken und antioxidativ wirken. Bei einzelnen Untergruppen wird zudem auch eine antimikrobielle Wirkung vermutet.

Phytoöstrogene

Phytoöstrogene sind eine Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe und ähneln in ihrer Struktur den Östrogenen. Die Pflanzen bilden sie unter anderem als Schutz vor Fraßfeinden, indem sie die Pflanzen schwer verdaulich oder durch ihre Bitterstoffe ungenießbar machen. Zudem kommt ihnen ein ökologischer Sekundäreffekt zu Gute. Eine hohe Aufnahme von Phytoöstrogenen führt bei verschiedenen Tieren zu einer fertilitätsmindernden Wirkung. Die Population der Fraßfeinde wird dadurch in ihrem Wachstum beschränkt und die Pflanzenart hat somit eine höhere Chance auf Überlegen. Phytoöstrogene kommen unter anderem in Hülsenfrüchten, Getreide und Sojabohnen vor. Welche Auswirkungen Phytoöstrogene auf die menschliche Gesundheit haben wurde in verschiedenen Studien untersucht. Es ergab sich allerdings ein sehr differenziertes Bild, sodass Aussagen hierzu schwierig sind. Neben ihrer antioxidativen Wirkung wird eine schützende Wirkung hinsichtlich des Knochenstoffwechsels vermutet.

Phytosterine

Phytosterine zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen. Sie liegen besonders in fettreichen Pflanzen wie z. B. Sonnenblumensamen, Weizenkeimen sowie Kürbiskernen vor. Phytosterine waren die erste Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe, deren physiologische Wirkung im Rahmen der Entwicklung funktioneller Lebensmittel eingesetzt wurde (Margarine). Verantwortlich hierfür ist die cholesterinsenkende Wirkung der Phytosterine. Diese ist offenbar unabhängig von Alter und Geschlecht und führte ungeachtet des Ausgangswerts bei Studienteilnehmern zu einem geringeren Gesamtcholesterinwert als auch einem niedrigeren LDL-Cholesterin-Wert. Der HDL-Wert blieb dagegen unverändert.

Polyphenole

Polyphenole sind eine Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe und können in Phenolsäuren und Flavonoide weiter unterteilt werden. Die zahlreichen gesundheitsfördernden Wirkungen, die Polypheonlen nachgesagt werden, sind in vitro und beim Tier bereits belegt. Hierzu zählen unter anderem ihre antioxidative, blutdrucksenkende sowie antibiotische Wirkung. Auch eine Senkung des Risikos für bestimmte Krebs- sowie Herz-Kreislauferkrankungen konnte in derartigen Studien nachgewiesen werden. Ob diese Ergebnisse auch auf den menschlichen Organismus übertragen werden können, ist noch nicht abschließend geklärt. Polyphenolhaltige Nahrungsmittel sind bspw. Beeren, Trauben, Äpfel, Birnen, Auberginen und Nüsse.

Polysaccharide

Polysaccharide sind Vielfachzucker, die aus mehr als 10 Zuckerbausteinen bestehen.