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Färbende Lebensmittel

Färbende Lebensmittel bestehen aus reifen Früchten, Gemüse und/oder essbaren Pflanzenteilen und werden von der Lebensmittelindustrie zum Zwecke des Färbens verwendet. Färbende Lebensmittel zählen nicht zu den Zusatzstoffen, da es sich um rein natürliche Produkte bzw. Lebensmittel handelt. Man färbt also Lebensmittel mit anderen Lebensmitteln. Als Beispiel für ein Färbendes Lebensmittel kann ein Konzentrat aus Karotte angeführt werden.

Farbstoffe für Lebensmittel

Farbstoffe werden von der Lebensmittelindustrie zum Färben eingesetzt. Man unterteilt sie in natürliche und synthetische Farbstoffe. Damit ein Farbstoff als natürlich bezeichnet wird, muss er seinen Ursprung in der Natur haben. Es kann sich dabei jedoch auch um Stoffe handeln, die mit Hilfe von chemischen Lösungsmitteln aus ihrer natürlichen Verbindung herausgezogen wurden und daher eine veränderte chemische Struktur aufweisen (Beispiel hierfür ist isoliertes Beta-Carotin, das häufig als gelber Farbstoff eingesetzt wird). Ein natürlicher Farbstoff ist bspw. auch Karmin (auch Conchenille genannt), dessen rote Farbe aus Schildläusen gewonnen wird. Farbstoffe stehen zum Teil im Verdacht, negative Auswirkungen auf den menschlichen Organismus zu haben. Farbstoffe sind durch eine E-Nummer oder dem Eigennamen gekennzeichnet.
Es existiert jedoch auch die Möglichkeit, Lebensmittel tatsächlich auf natürliche Weise zu färben. Hier kommen so genannte Färbende Lebensmittel zum Einsatz. Diese werden vorrangig aus Obst und Gemüse gewonnen, welches einzig unter Zuhilfenahme physikalischer Prozesse verarbeitet wurde. Immer häufiger kommt die Lebensmittelindustrie den Qualitätsanforderungen ihrer Konsumenten nach und setzt Färbende Lebensmittel anstelle von Farbstoffen ein.

Fehlernährung

Fehlernährung kann nicht nur heißen, dass ein Mangel von bestimmten Nährstoffen vorliegt. Es kann auch bedeuten, dass bestimmte Nähr- und/oder Inhaltsstoffe in zu hohem Maße aufgenommen werden. Fehlernährung bedeutet also alles, was von einer ausgewogenen Ernährung abweicht.

Fettsäuren

Fettsäuren bestehen aus unterschiedlich langen Kohlestoffketten und sind Hauptbestandteil von Fetten und Ölen. Fettsäuren unterscheiden sich durch ihre Kettenlänge und durch die Anzahl und Position der Doppelbindungen. Je nach Ausprägung spricht man an dieser Stelle von gesättigten oder (mehrfach) ungesättigten Fettsäuren (siehe entsprechenden Eintrag im Lexikon). Gesättigte Fettsäuren werden aufgrund ihrer geringen Reaktionsfähigkeit gemeinhin als eher negativ für den menschlichen Organismus angesehen. (Mehrfach) ungesättigte Fettsäuren, wie bspw. die essentiellen Omega-3-Fettsäuren, als positiv.

Flavonoide

Flavonoide zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen, genauer gesagt zu den Polyphenolen, deren größte Untergruppe sie bilden. Sie kommen in vielen unserer Pflanzen vor und sind insbesondere in den Randschichten der Blüten und den äußeren Blättern anzutreffen. Zu den Flavonoide zählen auch die Anthocyane, die ihrerseits für die rote, blaue und violette Färbung vielen Pflanzen verantwortlich sind, und denen eine antioxidative Wirkung nachgesagt wird.

Französisches Paradoxon

Unter dem französischen Paradox versteht man die Feststellung, dass die Anzahl der Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Frankreich niedriger ist, als in anderen Ländern. Diese Erkenntnis wurde zunächst auf den erhöhten Konsum von Alkohol bzw. Rotwein zurückgeführt. Bis zu einem gewissen Grad wird Alkohol vom Körper schadlos abgebaut, hat aber gleichzeitig eine gefäßerweiternde Wirkung, welche die Wahrscheinlichkeit ausgewählter Herz-Kreislauf-Probleme positiv beeinflusst.
Inzwischen ist man jedoch zu der Erkenntnis gelangt, dass wenn überhaupt, vermutlich der hohe Polyphenolgehalt des Rotweins für dieses Phänomen verantwortlich ist. Die WHO ermittelte im Rahmen einer Studie jedoch, dass die Anzahl der Herzerkrankungen in Frankreich in Wirklichkeit höher ist, als bisher vermutet. Diese Erkenntnis führt zum Teil zu der Annahme, dass das französische Paradox nicht existiert – gibt es doch auch Länder mit einem höheren Rotweinkonsum, in denen der Trend zu weniger Herzerkrankungen nicht erkennbar ist.
Ob nun letztlich ein positiver Zusammenhang zwischen Rotweinkonsum und Herz-Kreislauf-Erkrankungen besteht, ist noch nicht abschließend geklärt.

Fruchtzucker

Fruchtzucker ist umgangssprachlich und auch unter dem Fachbegriff Fructose bekannt. Fruchtzucker kommt in natürlicher Form als chemische Verbindung in Pflanzen vor und zählt zu den Kohlenhydraten. Vorzufinden ist Fruchtzucker vor allem in Kernobst und Beeren. Industriell kommt Fruchtzucker insbesondere im Rohr-/ Rübenzucker zum Einsatz – dort in einer Verbindung mit Glucose. Industriell gefertigte Nahrungsmittel werden häufig mit einem mit Fructose angereichertem Sirup aus Stärke hergestellt. In dieser Form handelt es sich somit nicht mehr um den rein natürlichen, und aus Früchten gewonnenen Fruchtzucker. /p>

Fructose

Fructose ist umgangssprachlich auch als Fruchtzucker bekannt. Fructose kommt in natürlicher Form als chemische Verbindung in Pflanzen vor und zählt zu den Kohlenhydraten. Vorzufinden ist Fructose vor allem in Kernobst und Beeren. Industriell kommt Fructose insbesondere im Rohr-/ Rübenzucker zum Einsatz – dort in einer Verbindung mit Glucose. Industriell gefertigte Nahrungsmittel werden häufig mit einem mit Fructose angereichertem Sirup aus Stärke hergestellt. In dieser Form handelt es sich somit nicht mehr um die rein natürliche, und aus Früchten gewonnene Fructose.

Fructoseintoleranz

Bei Fructose handelt es sich um einen einfachen Zucker (Monosaccharid), der am häufigsten in Früchten vorkommt.
Die Fruchtzuckerintoleranz beginnt im Dünndarm. Es liegt dabei eine Störung des Transportsystems vor, das den Fruchtzucker beim gesunden Menschen in die Dünndarmzellen und somit in die Blutbahn schleust. Wird nun der mit die Nahrung aufgenommene Fructose nicht oder nur teilweise verwertet, gelangt diese bis in den Dickdarm. Hier kommt es zu Blähungen, Blähbauch, Bauchkrämpfen und starken Durchfällen.
Die Diagnose kann über einen sogenannten Wasserstoff-Atemtest sehr einfach nach einer Aufnahme von 30 g Fructose - im Nüchternzustand - gestellt werden.

Quelle: Thilo Schleip, UGB-Forum, Heft 01/04, Seite 9 – 11.

Functional Food

Unter „Functional Food“ versteht man so genannte funktionelle Lebensmittel. Das heißt, es handelt sich um Lebensmittel, die einen zusätzlichen gesundheitlichen Nutzen mit sich bringen sollen. Bekannteste Beispiele für diese Kategorie an Lebensmitteln sind Margarine mit Cholesterin senkender Wirkung oder Milchprodukte, welche die Verdauung fördern sollen.

Fünf am Tag

Hinter der Initiative 5 am Tag e.V. steht ein Netzwerk aus Partnern aus den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Wissenschaft, die mitgetragen wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. sowie der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. und die durch Fördermittel der EU finanziell unterstützt wird. Ziel der Kampagne ist es, „die Verbraucher zu motivieren, fünf oder mehr Portionen Obst und Gemüse am Tage zu essen, um das Risiko von Krebs- und Herzkreislauferkrankungen zu senken,…“ Die Aussagen der 5 am Tag-Kampagne werden regelmäßig von Experten auf Richtigkeit und wissenschaftliche Begründung überprüft.