Vegetarisches und veganes Grillvergnügen

Die meisten Deutschen verbinden mit Grillvergnügen Steak, Grillwürstchen und Koteletts - das muss aber nicht sein! Es gibt tolle vegetarische und vegane Alternativen, wo der Grillgenuss nicht zu kurz kommt. Auf was ihr hier achten müsst, haben wir für euch herausgefunden:

Vegetarisch: Wasserarmes Gemüse
Von A wie Avocado über B wie Blumenkohl bis F wie Fenchel: Die Auswahl an Grill-Gemüse lässt keine Wünsche offen. Auch Brokkoli, Lauch oder Kohlrabi eignen sich hervorragend. Du solltest allerdings beim Gemüse-Grillen darauf achten, wasserarme Sorten zu verwenden. Stark wasserhaltige Gemüse verlieren nämlich viel Flüssigkeit. Dadurch zerkocht das Gemüse schnell und wird weich. Sparsam sollte man auch mit Salz sein, da es den Flüssigkeitsverlust zusätzlich fördert (am besten nach dem Grillen salzen).

Damit Gemüse gleichmäßig gart, schneide es in Scheiben oder Streifen statt in Würfel und achte bei Gemüsespießen und gemischtem Grillgemüse auf eine möglichst einheitliche Garzeit. Bei manchen Sorten bietet es sich an, sie vorher zu blanchieren oder zu kochen, dann werden sie schneller gar. Damit während des Grillens möglichst wenig Nährstoffe verloren gehen, sollte Gemüse bei niedriger Temperatur gegart werden. Wer möchte, kann es vorher mit Öl, Kräuterbutter oder Marinade bestreichen. Besonders lecker schmeckt’s mit Knoblauch, frischen Kräutern (Rosmarin, Thymian, Majoran), etwas Salz und Pfeffer sowie einem Spritzer Zitrone. Man verwendet am besten raffiniertes Rapsöl oder gehärtetes Erdnuss- bzw. Traubenkernöl, da sie gegen höhere Temperaturen unempfindlich sind.

Vegan: Ohne tierische Produkte
Seitan, Soja, Tofu oder knackiges Gemüse – wer vegan grillt, muss sich längst nicht mehr nur auf die Grill-Kartoffel beschränken. Dabei eignen sich Gemüsesorten wie Zucchini, Paprika, Pilze und Artischocken ebenso wie Süßkartoffeln, Kürbis, Maikolben und Karotten, Chicorée und Radicchio (kurze Grillzeit beachten). Kurz auf den Rost kommen auch Äpfel, Bananen, Mangos, Ananas, Pfirsiche, Feigen oder Birnen zum Beispiel als Dessert.

Wer es beim Grillen gern deftig mag, der kann zu veganen Fleischalternativen greifen. Deren Angebot ist mittlerweile sehr groß: So gibt es in vielen Supermärkten eine Auswahl an Produkten auf Basis von Soja, Tofu, Tempeh oder Seitan, die dem Geschmack und der Konsistenz von Fleisch sehr ähneln. Eine beliebte pflanzliche Alternative ist (naturbelassener) Tofu, der sich aufgrund seines neutralen Eigengeschmacks sehr gut zum Würzen und Marinieren eignet.

Du kannst den Tofu dabei in Scheiben oder Würfel geschnitten am Spieß braten oder als Füllung verwenden. Wenn man ihn nicht selbst würzen möchte, sollte man entweder bereits fertig marinierten oder Räucher-Tofu kaufen. Seitan lässt sich ganz ähnlich verwenden, auch hier gibt es fertige Steaks, Burger oder Würstchen.