Sport–Experten-Tipps

Wer als Freizeitsportler aktiv ist, beschäftigt sich meist auch intensiver mit dem Thema Ernährung.

Was sollte ich essen, was nicht? Was ist gut für mich? Wir haben wir Ernährungsexpertin Christina Wiedemann gefragt.

Was unterscheidet denn den Freizeitsportler vom Profi-Leistungssportler?
Im Gegensatz zum Leistungs- ist beim Freizeitsport der Tagesablauf nicht durch systematisches Training, die Erzielung persönlicher Bestleistungen und (inter-) nationale Wettkämpfe geprägt. Es kann zwar auch um Leistung gehen, zum Beispiel bei Wettkämpfen im Sportverein, aber nicht so extrem wie auf professionellem Niveau.

Für Freizeitsportler steht die Freude an der Bewegung im Vordergrund – auch der soziale Moment wie das Treffen auf Gleichgesinnte. Es gibt aber auch sportlich aktive Menschen, die mit Bewegung ihre Gesundheit fördern sowie Krankheiten und Übergewicht vermeiden wollen.

Was heißt das für die Ernährung?
Die Ernährung sportlich Aktiver beschreibt nicht eine besondere Ernährungsform, vielmehr gelten dieselben gesundheitlichen Prinzipien wie für körperlich weniger aktive Menschen: Die Ernährung sollte abwechslungsreich und ausgewogen sein. Reichlich Gemüse und Obst, vollwertige Getreideprodukte, fettarme Milchprodukte, gelegentlich Fleisch und Fisch.  Wer sportlich aktiv ist, braucht also keine spezielle Ernährung und auch keine besonderen Nahrungsergänzungsmittel.

Worauf sollten „Sportanfänger“ achten?
Sportanfänger neigen dazu, hochmotiviert loszulegen und sich auszupowern. Das kann dazu führen, dass man völlig erschöpft und frustriert ist und keine Lust mehr hat. Viel wichtiger ist, langsam zu starten und sich eine Sportart zu suchen, die dem Typ und den Bedürfnissen entspricht. Am besten wählt man eine Bewegungsform, die einem wirklich Spaß macht.

Woher weiß ich, was richtig für mich ist?
Wundermittel gibt es nicht! Die beste und praktikabelste Lösung bietet eine abwechslungsreiche Ernährung – ohne Verbote und ohne bestimmte Lebensmittelgruppen vom Speiseplan zu streichen. Essen soll auch Genuss bedeuten. Im Zweifel hilft es, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, auf den eigenen Körper zu hören und sich nicht von Werbung verunsichern zu lassen. Denn wer sich viel bewegt, ernährt sich auch automatisch bewusster.

Christina Wiedemann ist Diplom-Ökotrophologin, zertifizierte Yoga-Lehrerin sowie Autorin von Ernährungsratgebern und Kochbüchern. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit den verschiedenen Aspekten von Ernährung – Sport und Bewegung gehören für sie zu einer gesunden Lebensweise