Mit Ernährungsmythen aufgeräumt!

Wenn Weihnachten vor der Tür steht, weiß man, dass das Jahr bald vorbei ist. Grund genug für uns vor dem Jahreswechsel noch der einen oder anderen Ernährungsmythe genauer unter die Lupe zu nehmen.

Mythos 1: Kartoffeln machen dick!

FALSCH

Woher dieser Mythos kommt ist uns ein Rätsel, denn die Kartoffel ist eigentlich relativ kalorienarm mit ca. 70kcal pro 100g. Zusätzlich enthalten die kleinen Knollen sehr hochwertiges Eiweiß und viele Ballaststoffe, die die Kartoffel zu einem tollen Lebensmittel machen. Also braucht man kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn man Kartoffeln zum Weihnachtsbraten ist.

Mythos 2: Nach dem Verzehr von Kirschen oder Pflaumen soll man kein Wasser trinken

FALSCH

Die gängigste Begründung für diese Ernährungsweißheit ist die Vermutung, dass durch das Wasser die Magensäure verdünnt wird und so Hefepilze und andere Bakterien, die auf der Schale des Steinobstes sitzen gären können und so zu Magenschmerzen führen. Allerdings ist man heutzutage der Ansicht, dass ein gesunder Verdauungstrakt damit umgehen kann. Der Mythos stammt wohl eher aus früheren Tagen, wo das Trinkwasser noch nicht sauber war. Demnach können wir bedenkenlos Kirschen naschen und nebenbei ein Glas Wasser trinken.

Mythos 3: Grüne Tomaten sind giftig und Auberginen sollte man nicht roh essen

RICHTIG

Grüne, unreife Tomaten sollte man nicht essen, denn sie können Übelkeit und sogar Erbrechen verursachen. Unreife Tomaten enthalten viel giftiges Tomatin (verwandt mit Solanin), das die Pflanze vor Parasiten oder Piluen schützt, für uns Menschen aber nicht bekömmlich ist. Grüne Tomaten sollte man nur essen, wenn es sich um eine besondere Züchtung der Frucht handelt, die auch reif immer noch grün ist.

Aus einem ähnlichen Grund sollte man Auberginen nicht roh verzehren. Die Auberginen zählen, wie die Tomaten zu den Nachtschattengewächsen und enthalten Solanin. Sobald Auberginen gekocht oder angebraten wurden, kann man diese bedenkenlos genießen.

Mythos 4: Rohkost ist in jedem Fall gesund

FALSCH

Bevor es Kritik hagelt: Natürlich ist Rohkost gesund! Dennoch sollte man darauf achten, was man roh isst. Nicht alles verträgt der menschliche Magen auch roh. Generell gilt: Rohes Obst und Gemüse zu verdauen ist für unseren Magen eine echte Herausforderung. Zu viel rohes Obst und Gemüse kann zu Verdauungsproblemen und Magenschmerzen führen. Einige Gemüsesorten wie zum Beispiel grüne Bohnen oder Auberginen sind im rohen Zustand sogar giftig. Fazit: Rohes Obst und Gemüse ist ein toller Snack für zwischendurch, dennoch sollte man es hiermit nicht übertreiben.

Mythos 5: Frisches Gemüse ist besser als tiefgefrorenes

FALSCH

Tiefgekühltes Obst und Gemüse hat einen schlechten Ruf – leider zu Unrecht! Tiefkühlgemüse hat oftmals einen wesentlich höheren Vitamin C Gehalt als frisches Obst und Gemüse. Viele Nährstoffe ins besondere Vitamin C sind Licht- und Wärmeempfindlich. Bis zum eigentlichen Verzehr von frischem Obst und Gemüse vergehen oftmals ein paar Tage, in denen der Vitamin C Gehalt deutlich sinkt. Tiefkühlgemüse wird meist direkt nach der Ernte schockgefrostet. Dadurch bleiben die Nährstoffe besser erhalten.

Quelle:
Eat Smarter, „Die 100 größten Ernährugnsmythen“, Online verfügbar, Stand vom 24.11.2016
Eat a Rainbow, „Was ist besser Frisches Obst und Gemüse oder Tiefkühlware?“, Online verfügbar, Stand vom 24.11.2016
Welt, „Was unreife Tomaten so gefährlich giftig macht“, Online verfügbar, Stand vom 24.11.2016
Nestlé Ernährungsstudio, „Ist mit Wasser nicht gut Kirschen essen?“, Online verfügbar, Stand vom 24.11.2016