Johannisbeere - die gesunde Powerbeere voller Heilkräfte

Aufgrund ihrer vielen wertvollen Inhaltsstoffe werden Johannisbeeren von Medizinern wie Forschern immer wieder genauer unter die Lupe genommen.
Die kleinen Powerkügelchen warten nicht nur mit einem besonders hohen Vitamin C Gehalt sondern auch mit Mineralstoffen wie Kupfer, Kalium Zink, Eisen und Magnesium auf. Dank dieser Spurenelemente gelten die Beeren unter anderem als antibakteriell und nervenberuhigend. Außerdem fördert der Zinkgehalt der Beeren sowohl das Immunsystem als auch das Zellwachstum. Kalium wirkt sich positiv auf den Blutdruck aus und Eisen übernimmt den Sauerstofftransport im Körper. Der hohe Säuregehalt und der überdurchschnittliche Pektingehalt der Johannisbeeren, helfen außerdem auf ganz natürliche Art und Weise Verdauungsstörungen vorzubeugen und zu beseitigen.

Auch die Vielzahl der farbgebenden, sekundären Pflanzenstoffe ist bei Johannisbeeren besonders nennenswert, vor allem weil der pflanzliche Farbstoff Anthocyan als besonders gesundheitsfördernd gilt. Anthocyane bestimmen den blauen oder roten Farbton vieler Früchte und Gemüse. In besonders hoher Konzentration tritt dieser sekundäre Pflanzenstoff vor allem in Heidelbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren auf. So lassen sich etwa 80mg des wasserlöslichen Pflanzenfarbstoffes in 100g der Weißlichen und etwa 420mg in der gleichen Menge schwarzer Johannisbeeren nachweisen.

Bereits seit vielen Jahren wird die gesundheitsfördernde Wirkung dieser sekundären Pflanzenstoffe intensiv erforscht. Forscher sind dabei vor allem an der antioxidativen Wirkungsweise der Anthocyane interessiert, da diese freie Radikale binden und die DNA vor Schädigungen schützen können. Antioxidantien könnten als solche zukünftig eine wichtige Rolle in der Krebstherapie spielen.
Einigkeit besteht bereits darüber, dass Anthocyane durch ihre blutdruckregulierende, neurologische und entzündungshemmende Wirkung zur Therapie verschiedenster Krankheitsbilder von Bedeutung sind.

Bisher wurde nicht abschließend geklärt, welche Zufuhrmengen für Anthocyane gelten, da diese in über 200 Varianten vorkommen und bis heute nicht allumfassend erforscht wurden. Das Institut für Molekularen Pflanzenphysiologie in Potsdam bestätigt aber die gesundheitsfördernde Wirkung der Anthocyane und schließt sich damit der Fachbuchautorin Margaret Dreßler an. Diese empfiehlt eine Handvoll Beeren als tägliche Portion. Ansonsten raten Ernährungswissenschaftler und Mediziner zu einer bunten Ernährung nach der Regenbogenmethode – Eat a Rainbow. Demnach gehören 5 Portionen Obst und Gemüse ausgewählt aus den Farbkategorien Rot, Blau/Lila, Gelb, Orange und Grün zu einer ausgewogenen Ernährung. Der Körper wird so ausreichend mit Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und den wertvollen sekundären Pflanzenstoffen versorgt.

Übrigens: Vorsicht ist geboten
Da unser Körper ganz einfach durch eine ausgewogene, obst- und gemüsereiche Ernährung mit allen wichtigen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen versorgt werden kann, raten Wissenschaftler zunehmend von deren Zufuhr mit Hilfe von Nahrungsergänzungsmitteln ab. Meist sind diese Präparate nämlich hoch dosiert, können zu einer Überdosis im menschlichen Körper führen und gelten damit als mögliche Ursache neurodegenerativer Krankheiten wie Parkinson oder Morbus Altzheimer. Daher lieber zu 100% Obst und Gemüse greifen und guten Gewissens auf Vitamintabletten verzichten.

Quelle:
Pantförder, Manfred, „Anthocyan: Das Blaue im Essen“, Online verfügbar, Stand vom 18.11.13.
Anthocyane. Online verfügbar, Stand vom 18.11.2013.
Power tricolor. Online verfügbar, Stand vom 18.11.2013.