In Obst und Gemüse steckt noch viel mehr

Kunterbuntes Gemüse sieht nicht nur toll aus und schmeckt gut, die leuchtenden Farben von Karotte, Pflaume und Co. haben auch positive, gesundheitsfördernde Eigenschaften.

Sieht man genau hin stellt man fest, dass sich in unseren Pflanzen alle Farben des Regenbogens in den unterschiedlichsten Schattierungen wiederfinden. Dabei kommt jeder Farbe aufgrund der wertvollen sekundären Pflanzenstoffe eine ganz besondere Bedeutung zu.

Neuestes aus der Wissenschaft
Jedermann weiß, Obst und Gemüse stecken voller wichtiger Vitamine und Ballaststoffe. Doch neueste Erkenntnisse einer Studie von Ökotrophologen und Forschern zeigen, im Allgemeinen wissen wir zu wenig über die gesunden Inhaltsstoffe in Obst und Gemüse. Denn, neben Vitaminen und Ballaststoffen sind es vor allem die sekundären Pflanzenstoffe, denen eine gesundheitsfördernde Wirkung zugesprochen wird.

Die Studie zeigt auch, dass nur 31% der Probanden ausreichend grünes Obst und Gemüse verzehren, während bei gerade einmal 22% Rotes und nur bei 21% der Befragten gelb und oranges Obst und Gemüse auf dem Speiseplan stehen. 14% der Studienteilnehmer essen ausreichend Weißes und lediglich 12% verzehren regelmäßig violettes Obst und Gemüse.

Doch was versteckt sich genau hinter diesen Regenbogenfarben? Und wie schafft man es ganz leicht alle Regenbogenfarben in seine Ernährung zu integrieren? Wir schauen uns den „Farbkasten der Natur“ einmal genauer an und verraten leichte Tricks, um noch mehr buntes Obst und Gemüse zu essen:

Grün
Grünes Obst und Gemüse verdankt seine frische Farbe vor allem Lutein und den verschiedensten Flavonoiden. Besonders reich an diesen sekundären Pflanzenstoffen sind Petersilie, grüne Bohnen, Erbsen sowie grüner und schwarzer Tee. Um noch mehr Grünes in den Speiseplan zu integrieren, einfach täglich eine Tasse grünen Tee trinken, einen leckeren Blattsalat zu jedem Hauptgang reichen oder erfrischende, grüne Smoothies probieren.

Rot
Das wertvolle Lycopin, dem Tomaten, Grapefruit, Papaya und Co. ihre rosarote Farbe verdanken, kann man mit einfachen Tricks noch mehr zu sich nehmen. Im Büro bieten sich zum Beispiel Cranberries oder Wassermelonen als gesunder Snack an. Zum Frühstück schmecken sättigende Haferflocken mit einer Handvoll Himbeeren und zum Abendessen passt eine köstliche, hausgemachte Tomatensuppe.

Gelb & Orange
Gelbes oder orangenes Obst und Gemüse ist reich an Carotinoiden, die für die leuchtenden sommerlichen Farben in Ananas, Mango, Kürbis und Co. verantwortlich sind. Mit einem sommerlichen Ananas-Mango Smoothie oder Ingwer in Suppen, Saucen und Dressings, kann man ganz leicht noch mehr der gesundheitsfördernden sekundären Pflanzenstoffe in seinen Alltag integrieren.

Weiß
Sulfide und Flavonoide stecken vor allem in Zwiebeln und Knoblauch, kommen aber auch in Blumenkohl, Kokosnüssen und Äpfeln vor. Wer am Schreibtisch einen Apfel knabbert oder neue Rezepte mit Blumenkohl, zum Beispiel Gratin oder Püree, probiert, nimmt ganz einfach noch mehr der Inhaltsstoffe zu sich.

Violett & Blau
Rote Beete, dunkle Trauben, Pflaumen und sämtliche rote Beeren stecken voller gesundheitsfördernder Anthocyane. Um diese Pflanzenstoffe noch weiter in den Speiseplan aufzunehmen und das antioxidative Potential der Anthocyane zu nutzen, kann mit einfachen Tricks nachhelfen: Trauben sind ein perfekt Snack für Zwischendurch, Blaubeeren schmecken zu Müsli und Co. und Auberginen eignen sich toll zum Grillen oder als leckere Antipasti. Und wenn es mal schnell gehen muss, hilft ein Löffel Eat a Rainbow Purple.

Und was heißt das nun für meine Ernährung?
Wir wissen schon lange, dass unsere Ernährung möglichst obst- und gemüsereich sein sollte, damit wir alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe zu uns nehmen. Was viele bisher nicht wussten: Sekundäre Pflanzenstoffe repräsentieren die Intelligenz von Obst und Gemüse. Deshalb sollte man für eine ausgewogene Ernährung nicht nur 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag verzehren, sondern für die einzelnen Portionen kunterbuntes Obst und Gemüse nach den Farben des Regenbogens auswählen.

Quelle:
Garcés, Laura K., „Die Farbe von Obst und Gemüse und Phytochemikalien“, Online verfügbar, Stand vom 30.07.2015.
Berardi, John, “This Is What Your Grandma Never Taught You”, Online verfügbar, Stand vom 31.07.2015.