Grillvergnügen mal anders

Die Geschmäcker sind verschieden – das gilt vor allem auch beim Grillen. Was kommt auf den Rost: Fleisch oder Fisch, Käse oder Gemüse? Und wie funktioniert eigentlich veganes Grillen? Die gute Nachricht: Es ist wirklich für jeden etwas Leckeres dabei!

Fisch: Sanfte Hitze ideal
Hier gilt: Weniger ist mehr. Wer Fisch und Meeresfrüchte mild mariniert (mit Ingwer, Senf, Zitronenschale, Knoblauch, Frühlingszwiebeln) bzw. mit Kräutern und Gewürzen einreibt, bei sanfter Hitze grillt und nur selten wenden, erhält besonders leckere Ergebnisse. Gut zum Grillen geeignet sind festfleischige, fettreiche Fischarten wie Forelle, Lachs, Dorade und Wolfsbarsch. Filets fallen sehr leicht auseinander, daher grillt man sie am besten mit der Haut.

Empfindliche Filets ohne Haut kann man in einer Aluschale oder einem Päckchen aus Alufolie auf den Rost legen. Wer mag, gießt etwas Wein oder Fischfond hinein, dann bleibt der Fisch schön saftig. Auch Kräuter (Thymian, Rosmarin, Petersilie, Dill, Estragon, Minze, Basilikum), Knoblauch und Gemüse können mit eingewickelt werden. Wichtig: Die Folie innen immer gut einfetten.

Wer einen ganzen (ausgenommenen) Fisch grillen möchte, greift am besten zu Forelle, Dorade oder Wolfsbarsch. Ihr Fleisch ist recht robust und sie haben eine gute Portionsgröße. Vor dem Grillen die Haut auf beiden Seiten alle ein bis drei Zentimeter quer parallel oder kreuzweise einritzen und gut einölen (soll aber nicht tropfen). Kräuterzweige, Zitronenscheiben, Knoblauch lassen sich in der Bauchhöhle des Fisches verstauen und entwickeln dort ihr Aroma.

Käse: Richtige Sorte wählen.
Da herkömmliche Käsesorten einen niedrigen Schmelzpunkt haben, eignen sie sich zwar perfekt zum Überbacken – aber weniger zum Grillen. Abgesehen von einigen Ausnahmen: Der wohl bekannteste Grillkäse ist der aus Zypern stammende Halloumi. Ursprünglich aus einer Mischung von Kuh-, Ziegen- und Schafmilch hergestellt, zerläuft er beim Grillen nicht, weil keine Milchsäurebakterien zugesetzt werden (Veränderung des pH-Werts).

Ebenfalls für den Rost geeignet ist der Feta. Da er bei großer Hitze allerdings langsam zerläuft, empfiehlt es sich, ihn in feuchtes Backpapier einzupacken oder in Schiffchen aus Pergamentpapier zu setzen (halten eine moderate Grillhitze aus). In den Backpapier-Päckchen kann man auch Tomaten, Zwiebeln oder Kirschen mitgrillen. Darüber hinaus gibt es im Lebensmittelhandel fertig gewürzte bzw. marinierte Grillkäse, die bereits mit einer Aluschale verpackt sind.