Die richtigen Getränke für die Grillparty

Wer bei der nächsten Grillparty neben knusprigem Grillgut und leckeren Beilagen auch mit erfrischenden Getränken bei seinen Gästen punkten will, findet auf den nächsten Seiten eine ganze Reihe an Tipps und Anregungen für eine spritzige Getränkeauswahl.

Grundsätzlich passt zu würzigem Fleisch und aromatischem Grillgemüse (fast) alles, was Keller und Kühlschrank an Getränken hergeben: Wer genießt nicht gern ein kühles Bier oder einen guten Weiß- bzw. Rotwein in geselliger Runde? Zusätzlich zu Klassikern wie diesen kannst Du beispielsweise selbstgemachte Limonaden sowie leckere Sommer-Cocktails – auch alkoholfrei – anbieten.

Vor dem Grillgenuss
Ein fruchtig-frischer Aperitif als Einstimmung auf die Grillparty an einem lauen Sommerabend? Gute Idee? Dazu eignen sich prickelnde Drinks auf Prosecco- oder Sekt-Basis (wenn nicht pur genossen) sehr gut – etwa ein herber Aperol Spritz oder ein erfrischender Hugo mit Holunderblüte und Minze. Eher ungewöhnlich: die Kombination aus edlem Champagner mit Granatapfel oder Prosecco mit Ingwer. Hoch im Kurst stehen bei den Gästen zudem Aperitifs, die mit fruchtig-süßen Erdbeeren (als Limes oder püriert) verfeinert sind.

Kaltgetränke – Erfrischung mit und ohne Alkohol
Nach wie vor ein äußerst beliebter Durstlöscher für heiße Sommertage und passender Begleiter zu würzigem Grillgut: ein gut gekühltes Bier. So ist das Lieblingsgetränk der Deutschen – durch den aktuellen Craft Beer-Boom in noch vielfältigeren Variationen verfügbar – von keinem Grill-Büffet wegzudenken, ob mit oder ohne Alkohol oder als Radler beispielsweise. Spritzige Weißweinschorlen sowie fruchtige Bowlen kommen ebenfalls immer gut an.

Bei der Zubereitung der Bowle sind Deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Nicht nur kleinen Party-Gästen schmeckt sie auch sehr gut als alkoholfreie Variante. Mit leckeren Fruchtsäften und frischem Obst lässt sich der Alkoholanteil einfach reduzieren bzw. ganz ersetzen. Das bietet sich besonders an sehr heißen Tagen an. Hier eignen sich (alkoholfreie) Limonaden ebenfalls hervorragend – und sind kinderleicht zuzubereiten: Frische Zitronen auspressen (alternativ Zitronensaft verwenden) und den Saft mit Eiswürfeln, ein wenig Zucker (je nach Geschmack) und Minzblättern in eine Karaffe geben und mit Mineralwasser (still oder sprudelnd) auffüllen. Wer möchte kann Zitronenscheiben oder Beeren mit hineingeben.

Zum Abschluss: fruchtig statt hochprozentig
So mancher greift nach ausgiebigem Grillgenuss gern zu einem Verdauungsschnaps. Doch vor allem an heißen Tagen sollte man mit hochprozentigen Spirituosen vorsichtig sein. Stattdessen bieten sich fruchtige Sommer-Cocktails als Ausklang der Grill-Party an – wie zum Beispiel Caipirinha, Mojito oder Pina Colada.

Tipp: Getränke im Garten kühlen
Um nicht immer wieder in die Wohnung laufen zu müssen, um (kühlen) Nachschub zu besorgen, kann man die benötigten Getränke auch im Freien aufbewahren – etwa in einem größeren Eimer oder einer Schubkarre, die man vorher mit Eiswürfeln, Crushed Ice oder auch zerkleinerten Eisblöcken füllt. Alternativ eignen sich Kühltaschen und -boxen oder Styroporkisten mit Deckeln, in denen man die Getränke mit Kühlakkus aus dem Gefrierfach lagern kann.

Trend 1: Kein Alkohol, aber viel Geschmack – eine wichtige Entwicklung in diesem Jahr. Dazu gehören zum einen kreative Wasser-Mischgetränke (Infused Water) in ungewöhnlichen Geschmacksrichtungen wie Lindenblüte-Stachelbeere oder Apfel-Walnuss. Zum anderen rücken ausgefallene Eistees weiter in den Fokus.

Trend 2: Das Auge trinkt mit – so heißt es bei den Cocktails. Gemeint sind hier allerdings nicht nur die Behältnisse, in denen die Drinks serviert werden. Vielmehr geht es um kreative Versuche mit Rauch und Feuer in den Cocktails. Weiter auf Erfolgskurs liegt der Gin, aber auch Wermut und Sherry sowie bittere Spirituosen.

Trend 3: Trink Dich fit – ein weiteres Credo. Der allgemeine Gesundheits- und Fitness-Lifestyle beeinflusst auch den Getränkekonsum. Das bedeutet: weniger Zucker, mehr Proteine – so wird zum Beispiel Tee immer weniger süß getrunken und am liebsten natürlich aufgebrüht sowie mit Teeblättern aus biologischer Erzeugung.

Sauer macht lustig? Das könnte das Motto der „Shrubs“ und „Switchles“ sein. Noch nie gehört? Das ging uns ähnlich. Diese ebenfalls alkoholfreien Getränke-Neuheiten basieren auf Essig bzw. Apfelessig. Klingt ungenießbar? Scheint jedoch den Geschmack zu treffen.

Shrub: der saure Sirup
Die Bezeichnung Shrub stammt aus dem Arabischen: „shrub“ bedeutet trinken und ist zudem mit dem Begriff „sharba“ (arabisch: Sirup) verwandt. Bei dem Getränk handelt sich nämlich um einen Fruchtsirup auf Essigbasis, dessen Zutaten (Essig, Früchte und Zucker) offensichtlich wunderbar miteinander harmonieren.

Ganz neu ist Shrub nicht: Während der Prohibition entwickelte er sich in den USA im 19. Jahrhundert zu einem beliebten Drink. Seinerzeit hat man in erster Linie Himbeeren zur Herstellung des Essigsirups verwendet, aber natürlich lassen sich auch andere Früchte wie Kirschen, Quitten oder Johannisbeeren verarbeiten.

Switchel: gesund und erfrischend
Die Wurzeln des Switchels liegen in den Südstaaten der USA im 17. Jahrhundert. Seinerzeit löschen die Heuarbeiter in der Mittagshitze ihren Durst mit einem „Haymaker’s Punch“ – dem Vorläufer des aktuellen Trendgetränks gewissermaßen. Zutaten und Rezept sind einfach: Apfelessig, Ingwer, Honig und Zitronensaft werden mit Wasser gemischt und in einem Einmachglas ziehen gelassen. Das Ergebnis ist bestechend gut: ein erfrischendes Getränk, dass den Körper mit Mineralien und Elektrolyten versorgt.