Bento Box - Wer hat es erfunden?

Belegte Stulle im Brotpapier oder fettiges Fast Food als Pausenverpflegung und Picknick-Proviant war gestern. Wer unterwegs frisch, leicht und abwechslungsreich speisen möchte, greift zur Bento Box – die sich inzwischen auch hierzulande zunehmender Beliebtheit erfreut. Was sich in Japan bereits seit Anfang des 17. Jahrhunderts bewährt hat, kann doch nicht schlecht sein...? Wir würden wetten, dass so hübsch verpackt kein Pausensnack mehr unbeachtet wieder den Heimweg antritt.

In Japan ist die Bento Box bereits seit der Edo-Periode (1603 bis 1868) bekannt. Dahinter steckt die Idee, verschiedene Lebensmittel bzw. Speisen in kleinen Häppchen möglichst platzsparend zu verpacken und so zu transportieren, dass sie sich nicht vermischen können.

Vermutlich als Bezeichnung für die Mahlzeiten erfunden, die an Soldaten verteilt wurden, hielt das Bento-Prinzip später im Theater, bei Teezeremonien und Trauerfeiern Einzug. Damals wie heute werden kleine Boxen mit integrierten Fächern, meist aus lackiertem Holz genutzt.

Für den Alltagsgebrauch und für Kinder kommen mittlerweile aber auch Boxen aus Kunststoff zum Einsatz. Diese eignen sich meistensnicht nur für Spülmaschine und Mikrowelle, sondern haben auch ein größeres Fassungsvermögen. Zudem sind die neuen Modelle oft mehrstöckig und dank variabler Trennwände und verschiedener Behälter (z. B. für Saucen und Dips) bzw. Einsätze äußerst praktisch. Es gibt sogar Thermo-Behälter für warme Speisen.